Delfter Porzellan

Die Stadt wurde im 17. / 18. Jhd durch die Herstellung von Kacheln berühmt. Die Kunst der
Herstellung, kam aus dem Orient über Venedig, und gelangte schließlich im 15. Jhd in die
Niederlande.
Die erste Delfter Manufaktur wurde im 16. Jhd eröffnet. Erst Anfang des 17. Jhd fing man jedoch an
niederländische Motive anstelle der italienischen Ornamente zu verwenden. Somit erhielten die
Delfter Fayencen ihre typische Merkmale. Delfter Fayencen sind daran zu erkennen, das die
Töpferwaren und Fliesenplatten aus gelben Scherben und weißer Zinnglasur mit Blaumalerei
versehen sind.
Für die Herstellung verwendete man fette, schwere Erde des Marschlandes, welche anschließend
nach dem trocknen und brennen von Hand bemalt wurden und nochmals in den Brennofen kamen.
Heute verwendet man weißen englischen Ton für die Herstellung, und in der letzten Manufaktur von
Delft "De Porceleyne Fles" ("Die Porzellanflasche"), Rotterdamseweg 196, hat man die Möglichkeit
an einer Führung teilzunehmen. Heute noch werden die Produkte mit alten und neuen Motiven
von Hand bemalt.
Die Blütezeit der einst an die 30 Delfter Fayencen fand ein Ende, als die Engländer feststellten das
man die Fayencen auch bedrucken kann und somit die Delfter Waren zu teuer wurden. Auch in dem
Museumsdorf "De Zaanse Schans" (siehe Info Zaanse Schanse) hat man die Gelegenheit im
Handwerkszentrum "De Saense Lelie" den Handwerkern in der Töpferei von Delfter Fayencen bei
ihrer täglichen Arbeit über die Schulter zu blicken.
Die alten Delfter Kacheln, welches den holländischen Fischern als Zahlungsmittel diente wenn sie bei
schlechtem Wetter im nächsten Hafen Schutz suchen mußten und Verpflegung sowie Unterkunft mit
bezahlten, sind heute so gut wie nicht mehr zu bekommen. Man findet sie nur noch vereinzelt in
Gast- oder Wohnhäuser auf den Inseln und Halligen im westlichen Schleswig-Holstein.
Beim Kauf von "Delfter Blau" ist darauf zu achten, das die handbemalten Tonwaren auf ihrer
Unterseite mit einem Echtheits-Zertifikat versehen sind, das von der Handelskammer garantiert wird.
Da viele Waren die in den Souvenir-Shops angeboten werden aus Korea und anderen asiatischen Ländern kommen.


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©  Thomas & Marion , Apr 2000 - 2003
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